Sprachbewusstsein

Sprachbewusstsein bezeichnet die Fähigkeit, die eigene Sprachkompetenz sowie bevorzugte Kommunikationsmodi zu reflektieren. Das bedeutet also, Sprache nicht nur zu gebrauchen, sondern bewusst zu analysieren und zu steuern. Es umfasst ein metasprachliches Verständnis für sprachliche Strukturen, Funktionen und Wirkungen sowie die Einsicht, dass Sprache situationsabhängig, variabel und bedeutungskonstitutiv ist. Hierzu gehört demzufolge auch, die Vielfalt genutzter Sprachen innerhalb einer Gruppe wahrzunehmen und entsprechend darauf reagieren zu können.

Sprachbewusstsein zeigt sich folglich darin, sprachliche Phänomene zu erkennen, sprachliche Mittel kontextangemessen einzusetzen, zwischen Sprachformen zu wechseln, Missverständnisse zu identifizieren und und somit Sprache als Werkzeug des Denkens, der Kommunikation und der Identitätsbildung zu nutzen.

Zurück