Lehrersteuerung - direkte Instruktion

Lehrersteuerung bildet den zentralen Ausgangspunkt der direkten Instruktion und meint die bewusste, aktive Führung des Lernprozesses durch die Lehrkraft. Diese steuert den Unterricht durch klar strukturierte Phasen, transparente Lernziele und eine schrittweise Einführung neuer Inhalte.

Zentrale Elemente sind das modellhafte Vorführen von Lösungswegen, regelmäßige Lernstandsüberprüfungen sowie unmittelbares, korrigierendes Feedback. In angeleiteten Übungsphasen bleibt die Lehrkraft präsent, beobachtet den Lernprozess und passt Unterstützung und Tempo adaptiv an. Die Lernenden werden dabei nicht passiv, sondern kontinuierlich kognitiv aktiviert und zur Mitarbeit angehalten. Mit zunehmender Sicherheit der Schüler*innen zieht sich die Lehrersteuerung schrittweise zurück und eröffnet Raum für selbstständiges Üben.

Direkte Instruktion zeigt sich damit als strukturierte und wirksame Form der Lehrersteuerung, insbesondere beim Aufbau grundlegender Kenntnisse und Fertigkeiten.

Direkte Instruktion ist dabei ausdrücklich nicht mit traditionellem Frontalunterricht gleichzusetzen. Während Frontalunterricht häufig durch ein einseitiges Sprechen der Lehrkraft und eine eher passive Rolle der Lernenden gekennzeichnet ist, zielt direkte Instruktion auf eine hohe kognitive Aktivierung aller Schüler*innen. Die Lehrersteuerung äußert sich nicht im dauerhaften Vortrag, sondern in gezielten Impulsen, Fragen, Rückmeldungen und gemeinsamen Übungssequenzen. Lernprozesse werden kontinuierlich überprüft und angepasst, sodass Interaktion, Verständnissicherung und aktive Beteiligung zentrale Bestandteile des Unterrichts sind. Lehrersteuerung fungiert hier als didaktische Unterstützung und Orientierung, nicht als reine Wissensvermittlung.

Weiterführende Informationen finden Sie →hier.

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